Luogosanto

Zwischen Kork- und Steineichenwäldern, mediterraner Macchia und imposanten Granitgebirgen liegt Luogosanto im Herzen der Gallura - dem Norden Sardiniens.
Vom Hausberg Monte Juanni bewacht und umgeben von sanfter immergrüner Hügellandschaft, befindet sich das Dorf auf einer kleinen Hochebene auf 323 Höhenmetern.

Anders als viele Küstenstädte, die von Sommer, Sonne und Strandtourismus leben und in den wunderschönen Nebensaisonmonaten fast vollständig entvölkert sind, lebt Luogosanto - das ganze Jahr und bietet seinen Gästen ein ganz anderes Sardinien, als es an der Küste gelebt wird. Hochgeklappte Bürgersteige existieren auch außerhalb der Hochsaison nicht.

Wer eine Insel, ihre unberührte Natur, alte Kulturen, freundlichen Menschen und tolle Freizeitangebote kennenlernen möchte, ist in Luogosanto am richtigen Platz.

Luogosanto bietet dem Gast viel Ruhe zum Entspannen und eine warme, vom Herzen kommende, unaufdringliche sardische Gastfreundschaft, die schon viele Besucher in ihren Bann gezogen hat.

Luogosanto präsentiert sich freundlich und blitzsauber, ein Eindruck der vielen Gästen sofort auffällt.

Granitgepflasterte, stets geputzte Straßen, in warmen Erdtönen getünchte Häuserzeilen und prächtige Blumenarrangements auf Balkonen und in Hinterhöfen; Geranien, Bougainville, Zitronen und Orangenbäume die einen unglaublichen Durf verströmen verzaubern den Gast mit typisch südländischen Eindrücken.

Trinkwasser ist auf Sardinien ein knapp bemessenes Gut, nicht so in Luogosanto. Die Gemeinde ist reich an vielen Trinkwasserquellen, die in den Bergen rund um das Dorf reichlich sprudeln. Im Dorf gibt es viele öffentliche Brunnen, an denen frisches Trinkwasser abgefüllt werden kann. Die wohl wichtigste Quelle ist sicherlich die Fonte Filetta, die sich sechs km außerhalb des Dorfes befindet. Ein schöner Park, der um die Quelle angelegt ist, lädt in heißen Sommermonaten zum Verweilen ein.

Strände & Strändchen

Wer in Luogosanto Urlaub macht, braucht aber dennoch auf die schönsten Strände Nordsardiniens nicht verzichten.

Im Umkreis von 25 km gen Norden Westen und Osten sind viele der Strände zu erreichen, für die Sardinien als Perle des Mittelmeeres bekannt ist.

Stein- und Korkeichen

Stein- und Korkeichen
Rund um Luogosanto eröffnen uralte Stein- und Korkeichenwälder Raum und Luft für ausgiebige Wander- oder Biketouren in einer noch unberührten ursprünglichen Natur.

Luogosanto und seine Umgebung ist Heimat der Korkeichen, die an den Flanken der Hügel rund um das Dorf bestens gedeihen. Auf verwinkelten Pfaden unterwegs, befällt den Besucher das Gefühl von verzauberten Märchenwäldern.

Archäologie

Luogosanto ist einer der wenigen Orte auf Sardinien, wo sich wichtige Spuren mittelalterlicher Kulturen erhalten haben.
Das Castello di Baldu befindet sich 3 km außerhalb des Dorfes und wurde teils wiederhergestellt und steht den Besuchern zur Besichtigung frei.
Das Castello di San Leonardo di Balaiana befindet sich auf einem kleinen Hügel, 5 km außerhalb Luogosanto's. Knapp 500 Stufen führen die Besucher zum Schlösschen und der dazugehörigen kleinen Landkirche. Belohnt wird mit herrlichem Ausblick in die umliegenden Berge und einer unglaublichen Ruhe.

Kirchen und Kirchlein

Luogosanto bedeutet "heiliger Ort" und wie es sich für einen heiligen Ort gehört, befinden sich die Basilika von Luogosanto im Ortskern und mehr als 23 Landkirchen verstreut auf dem Gemeindegebiet. In der Basilika kann die Madonna von Luogosanto, auch Königin der Gallura und wichtigste Schutzheilige der Gallura besichtigt werden. Im Museum von Luogosanto wird der seit vielen Jahrhunderten zusammengetragene Schatz der Madonna in Teilen ausgestellt. Luogosanto ist seit 2008 Cittá Mariana.

Der überwiegende Teil der Landkirchen ist schön restauriert und wird von der Gemeinde zu verschiedensten Jahreszeiten genutzt.
Das sicherlich erwähnenswerteste Kirchlein ist San Trano, das sich gegenüber dem Dorf auf einem kleinen Hügel befindet.

Nuraghen & Gräber

Arzachena Kultur - Gigantengrab
Zeitzeugen aus nuraghischer und prenuragischer Epoche finden sich vielfältig auf dem Gemeindegebiet und im nur 10 km entfernten Ausgrabungsgebiet der Arzachena Epoche können das Rundgrab Li Muri, die Riesengräber (Tomba dei Giganti) Coddu Vecchiu und Li Lolghi, der Wohnturm Nuraghe Albucciu und der sagenumwobene Granit Monte Mazzolu bestaunt und bewundert werden.
Unterhalb des Monte Juanni wurde in den letzten Jahren ein Versammlungshaus aus der Nuraghen Zeit rekonstruiert. Die Anlage ist über 4500 Jahre alt und kann täglich besichtigt werden.

Galluresische Stazzi

Conca im Stazzu Balaiana

Typisch sind für die Gallura die Stazzi, die Wohnhäuser des galluresischen Hirtenvolkes. Teils verfallen, teils liebevoll restauriert und oft mehrere Hundert Jahre alt, sind mit ihnen bis heute die Geschichten und Erzählungen der großen Familien von Luogosanto erhalten geblieben.

Erhalten blieb auch der Stolz der Frauen, Männer und Familien aus Luogosanto, die Geschichte eines Volkes und eines Dorfes mit viel Tradition, Kultur und Lebensfreude.

Klima & Weinbau

Tomba dei Giganti Arzachena

Das Klima - beeinflußt durch die Nähe zum Meer - erlaubt den Anbau und die Produktion von einigen Weinsorten (u.a. Vermentino), die zu den besten der Insel gehören.
Fährt man von Arzachena auf Luogosanto zu, säumen rechts und links der Straße die Weinberge der Cantina Capichera, die ihre exquisiten DOC Weine überwiegend nach Amerika exportiert. Das Bild zeigt das Gigantengrab von Coddu 'Ecchiju mit den Vermentino-Trauben der Tenuta Capichera im Hintergrund.

Olivastri Millenari

Olivastri Millenari, Baumriesen am Lago Liscia

Blickt man vom Dorf in Richtung Süden, erhebt sich dort die Hügelkuppe des Monte Padru (587m). Folgt man der Straße gen Monte hinab zum größten Trinkwasserspeicher der Gallura, dem Lago Liscia, trifft man auf die ältesten Olivenbäume Italiens, die Olivastri Millenari oder Olivastri des heiligen Nikolaus. Ca. 3500 Jahre alt (die Forscher sind sich noch nicht ganz einig), ein Baumkronendurchmesser von 28 Metern reichen aber dennoch aus um Betrachter vollkommen in seinen Bann zu ziehen.